Das Land der Standardisierung der Rasse: Russland RKF
Das Datum der Veröffentlichung des Standards: 1969, 1980 (März 2012)

N.B. Aufgrund dessen, dass die Ursprünglichkeit und Verwendung in Kyrgyzstan den Taigan bestimmen,
habe ich absichtlich darauf verzichtet - wie bei Standards üblich - die Fehler und Mängel zu dokumentieren.
Kursive Anmerkungen sind typisch, jedoch nicht im Standard erwähnt.

 

Der Taigan

ist eine Rasse aus der uralten Gruppe mittelasiatischer Windhunde. Diese Rasse wurde in der extremen Gebirgsumwelt Kirgistans geformt. Die Rasse ist in den Gebirgsregionen der Republik verbreitet, speziell im Tien Shan. Der Taigan ist in der Lage, in zerklüftetem Terrain und in Höhen von zwei- bis viertausend Metern über dem Meeresspiegel zu arbeiten.
Der Taigan hat die hervorragenden Qualitäten eines Jagdhundes: Gewandtheit, Jagdtrieb, scharfer Blick, ausdauernde Fähigkeit zum Fang der Beute, stark erregt bei Sicht auf das Wild, geschärfter Geruchssinn bei der Verfolgung der Geruchsspur des Wildes, die Ausdauer für eine lange Jagd unter extremen alpinen Bedingungen und exzellente Eignung zum Bewachen. Der Taigan wird verwendet zur Jagd auf Steinböcke (in der Vergangenheit für das Marco-Polo-Schaf), Rehwild, Fuchs, Korsak (kleiner Fuchs), Dachs und Wolf, und zur koordinierten Jagd mit dem Steinadler. In den 80-er Jahren bekam die Hunderasse eine große Verbreitung in Russland, wo sie ausgezeichnet adaptiert wurde. In Russland jagt man mit Taigan auf Hasen und Füchse und im Waldgebiet auf Rehwild.

 

 

Charaktertyp

Ausgeglichen, aktiv, selbständig, zurückhaltend gegenüber unbekannten Menschen. Der Hund ist die meiste Zeit ruhig, sogar phlegmatisch. Der Hund ist dem Eigentümer treu ergeben. Der Hund erträgt die Grobheit nicht. Aber beim Anblick von Wild reagiert er sehr aufgeregt. Während der Jagd ist er sehr ausdauernd, stark, tapfer und kann selbständig entscheiden ohne die Verbindung mit dem Jäger zu verlieren. Der Hund ist schlau, intelligent und hat eine gute Reaktion auf die Veränderungen in der Umgebung, kann sich schnell zurechtfinden. Taigan kann sowohl im Haus als auch draußen leben. Taigan braucht lange Spaziergänge ohne Leine weitab von Straßen. Das Fell ist pflegeleicht.

 

 

 

Gesamterscheinung

Trocken und kräftig, proportional aufgebaut, mit einer gut entwickelten Muskulatur. Der Knochenbau ist kräftig aber nicht schwer. Der Geschlechtstyp ist gut ausgedrückt. Der Hund ist von durchschnittlicher bis überdurchschnittlicher Größe Die Widerristhöhe ist beim Rüden 65-70 cm, bei der Hündin 60-65 cm. Es ist die Überschreitung der Widerristhöhe zugelassen aber die Proportionen müssen beibehalten werden. Beide Geschlechter sollen fast die gleiche Kreuzhöhe und die Widerristhöhe haben. Der Längenindex des Rüden ist ca. 105, derjenige der Hündin ca. 107.

 

 

Der Kopf

entspricht dem Gesamtaufbau. Lang und trocken, etwas massiv. Von oben gesehen, ist der Kopf keilförmig mit breitem Schädel. Der Übergang von der Stirn zur Nase ist fließend, schwach entwickelter Stop.

 


Der Fang

ist von oben gesehen lang, gut gefüllt auch unter den Augen. Der Nasenrücken gerade oder erkennbar ganz leicht gewölbt. Die Länge des Fanges ist ungefähr gleich der des Schädels.Die Profillinien des Fangesund der Stirn sind parallel. Die Kiefer sind stark, gut entwickelt

 

Lefzen

sind trocken und dünn, fest anliegend zum Kiefer, ohne zu hängen und sich zu kräuseln, ohne lose Partien. Sie sind gut pigmentiert, bei hellfarbigen Hunden ist etwas helle Pigmentierung zugelassen

 

 

Nasenschwamm

Gross, breit, schwarz. Bei hellfarbigen Hunden ist etwas helle Pigmentierung zugelassen.

 

 

 

Zähne

Starke, große, weiße Zähne. Das Fehlen ist nicht zugelassen außer Prämolaren (P1). Die Schneidezähne stehen in einer Linie. Scherengebiss. Nach sechs Jahren ist das Zangengebiss zugelassen

 

 

 

Augen

Gross, oval, schräg gestellt. Braun oder haselnussbraun, unabhängig von der Fellfärbung des Hundes. Die Augenlider sind trocken, voll pigmentiert.

 

 

Ohren

Hängend, dünn und ohne Falten. Die Enden sind gut abgerundet. Die Basis ist gut anliegend am Kopf, angesetzt in Augenhöhe oder tiefer. Die Ohren sind lang, etwa 12-14 cm, und bedeckt mit langem, manchmal welligem Haar.

 

 

 

Hals

Lang, hoch getragen, an den Seiten flach mit kurzen Haar, trocken, muskelig.

 

 

 

Der Körper

Die Oberlinie hat einen gut geprägten Widerrist, mit einer bemerkenden Zwerchfellschlaghöhle und ausgeprägten Beckenknochen, von der Mitte des Rückens fließend, leicht gewölbt.
Im unteren Drittel des Brustkorbes haben die Rippenbogen Knorpel.

 

 

Widerrist

Gut entwickelt, erkennbar.

 

 

Rücken

fest, lang, gerade oder leicht nach oben wölbend, breit und muskulös, hinter dem Widerrist ist typisch die leicht kurze Wölbung nach unten.
Danach ansteigend mit 3 sichtbaren Rückenwirbeln

 

 

Kreuz

Gut entwickelt, verhältnisgleiche Länge, leicht gewölbt, breit und muskulös.

 

 

Kruppe

Breit, lang, leicht abfallend. Die Breite zwischen den Beckenknochen beträgt nicht weniger als 6-8 cm.

 

 

Bauch

Gut eingezogen, aber ohne zu scharfe Kontur.

 

 

Rute

Nicht dick und nicht lang. Säbelform, am Ende gebogen zum Kringel, der Kringel öffnet sich nicht. Die Wirbel der letzten Hälfte der Rute sind zusammengewachsen. Der Kringel darf nicht tiefer sein als das Sprunggelenk. Normalerweise ist die Rute etwas höher getragen. Im Ruhestand lässt der Hund die Rute herunterhängen, im Gang hält der Hund die Rute in Höhe des Rückens oder etwas höher.
Die Befiederung der Rute ist nicht zu stark entwickelt.

 

 

Vorderläufe

Trocken, knochig und muskulös, beim Blick von vorne: Gerade und parallel, Ellenbogen leicht nach hinten gerichtet, Unterarm im Schnitt oval, Mittelhand genügend lang, leicht gewinkelt oder senkrecht. Die Länge der Vorderläufe ist die Hälfte der Widerristhöhe gleich, das Schulterblatt ist schräg gerichtet. Die Länge des Schulterblattes ist der Länge der Schulter fast gleich. Der Schulterwinkel ist gut entwickelt.

 

 

 

Hinterläufe

Beim Blick von hinten: Gerade und parallel, beim Stehen etwas breiterer Stand als die Vorderläufe und leicht nach hinten gezogen, mit langen Unterschenkeln, trocken mit gut entwickelter Muskulatur. Gut entwickelte Winkelungen. Sprunggelenk gut entwickelt und scharf erkennbar, die Länge des Oberschenkels ist der Länge des Unterschenkels gleich. Mittelfuß lang, aber bemerkend kürzer als der Unterschenkel, steil oder leicht senkrecht

 

 

Pfoten

Oval mit dicht zusammengezogenen Zehen,sichelförmige Krallen nach unten gebogen. Zwischen den Zehen Haarbewuchs

 

 

Gangwerk

Der Taigan hat ein bemerkenswertes, leichtes, freies, ausgeglichenes Gangwerk. und, Bevor er Sicht auf Wild aufgenommen hat, bewegt er sich im Trab, doch bei der Verfolgung läuft er mit maximaler Geschwindigkeit im Galopp.

 

 

Haut

Die Haut ist kräftig, elastisch, ohne Wamme
 

 

Haarkleid

Weich, lang und dicht. Im Winter entwickelt sich Unterwolle. Der Fang, die Vorderseite des Schädels, die Frontseite der Vorderläufe (vom Vorderfußwurzelgelenk bis zu den Pfoten), Teile der Hinterläufe (vom Sprunggelenk zu den Pfoten) sowie der Rücken und die Flanken sind mit kurzem Haar bedeckt. Schönes, langes, welliges Haar (in Längen von 7 cm oder mehr) entwickelt sich auf der hinteren Seite des Oberkopfes (dabei wird das Haar von der Front zur Rückseite des Schädels progressiv länger), am Hals, Schultern, auf dem Unterarm, an der Rückseite der Vorderläufe bis zum Vorderfußwurzelgelenk. Das Haar ist sehr gut entwickelt in der Oberschenkelgegend sowie rund um den Unterschenkel. Mitunter bedeckt das Haar auch die Pfoten und den hinteren Mittelfuß. Auch vom Zentrum des Rippenbogens nach außen wächst langes und dichtes Haar. An den Ohren weiches, welliges Haar mit einer Länge von 5-8 cm manchmal auch mehr. Zwischen den Zehen raues Haar. An der Unterseite der Rute kein langes, dichtes Haar. Diese Verteilung eines schönen Haarkleides ist typisch für den Taigan.

 

 

 

Farben

Schwarz, schwarz mit weißen Abzeichen (diese Färbung findet man am häufigsten), grau, bräunlich und fahlgelb (oder andere Schattierungen dieser Farben), weiß. Bereiche dunkel gefärbten Fells können weiße Abzeichen aufweisen